Nach der im letzten Jahr rundum gelungenen Premiere der W3+ Fair in der Sparkassenarena Jena, öffnete die Fachmesse für Photonik, Optik, Elektronik und Mechanik erneut vom 25.-26.09.2024 ihre Pforten. In zwei Hallen konnten die rund 50 Austeller den rund 2000 Besuchern und Besucherinnen die neuesten Trends, Technologien und Innovationen präsentieren. Damit konnte die Messe ihre Erfolgsgeschichte in Jena weiter fortsetzen und darüber hinaus ihre Bedeutung als Leitveranstaltung für Innovationen im mitteldeutschen Raum weiter ausbauen. Neben den großen Namen wie Zeiss, Jenoptik oder Schott, waren auch zahlreiche weitere regionale sowie überregionale mittelständische Unternehmen vertreten. Abgerundet wurde das vielfältige Angebot durch die Campus Area, auf der die neuesten Ergebnisse der Forschung gezeigt wurden.

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An dem durch Nucleus organisierten Gemeinschaftsstand zeigte auch die Arbeitsgruppe Bliedtner wieder diverse Forschungsthemen und Exponate aus verschiedensten Themengebieten. Neben Exponaten aus den Bereichen des 5-Achs-CNC-Schleifens komplexer Bauteile, dem Ultra-Feinstschleifen, der Laserstrahlpolitur, der UKP-Bearbeitung und dem selektiven Lasersintern von Glaspulvern, konnten auch die neuesten Trends, wie zum Beispiel die additive Werkzeugfertigung für Schleif- und Polieraufgaben, präsentiert werden. Professor Bliedtner hielt einen Vortrag vor einem interessierten Publikum zum Thema "CM-Polierverfahren für optische Freiformflächen mit gezielter Minimierung von SSD-Strukturen".
Insgesamt erwies sich die Messe erneut als wertvolle Gelegenheit für die Fachaussteller, sich einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und bestehende wie neue Kontakte zu pflegen und weiter auszubauen. Wie auch schon im letzten Jahr zeigten sich auch Persönlichkeiten der Thüringer Politiklandschaft, wie beispielsweise der Jenaer Oberbürgermeister Thomas Nitzsche oder CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt, erneut sehr interessiert an den präsentierten Forschungsfeldern.

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Die alle zwei Jahre stattfindende Düsseldorfer Messe „glasstec“ wurde dieses Jahr vom 22. bis 25. Oktober 2024 unter dem Motto „We are Glass“ veranstaltet. Als internationale Plattform für Glasproduktion, -verarbeitung und -produkte zog sie mehr als 32.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an, um die neuesten Entwicklungen, Innovationen und Trends von über 1.200 Ausstellern zu entdecken.

Für die Arbeitsgruppe Bliedtner ergab sich am Gemeinschaftsstand mit insgesamt 12 Ausstellern der HVG-DGG die Möglichkeit aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse zu präsentieren. Ausgestellte Exponate aus den Bereichen Optikfertigung von komplexen Glasbauteilen, der mechanischen sowie laserbasierten Oberflächenpolitur optischer Komponenten, Additiver Fertigung aus Glaspulvermaterialien und der Anwendung von UKP-Laserstrahlung zum Beschriften auf und im Glas konnten bestaunt werden. Dabei stieß die additive Fertigung von Polierwerkzeugen sowie von Bauteilen aus Glaspulver auf besonderes Interesse und führte zu angeregten Gesprächen mit Besuchern und Ausstellern.

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+++ MEDIENINFORMATION +++

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Automatisierung als Ausweg aus dem Arbeitskräftemangel? Umfrage des Thüringer Zentrums für Maschinenbau liefert spannende Einblicke

Ilmenau, 13. November 2024


Der Arbeitskräftemangel in Thüringen hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft und stellt die regionale Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Laut Thüringer Fachkräftestudie „Herausforderungen und Chancen im demografischen Wandel“ wird erwartet, dass bis zum Jahr 2035 rund 385.000 Arbeitskräfte altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden werden.

Dies wird den bestehenden Mangel an qualifizierten Fachkräften weiter verstärken und betrifft insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Thüringen, deren Wachstum und Innovation dadurch gebremst werden. Bereits jetzt bleiben viele Stellen langfristig unbesetzt. Der Ersatzbedarf an Arbeitskräften übertrifft dabei den Erweiterungsbedarf bei Weitem. Besonders betroffen vom Fachkräftemangel sind das verarbeitende Gewerbe und der Gesundheitssektor.

„Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels führte das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) im September 2024 eine Umfrage unter Unternehmen des produzierenden Gewerbes und branchenverwandten Dienstleistern durch, um detaillierte Einblicke in die aktuelle Lage zu erhalten“, berichtet Dr. Andreas Patschger, Leiter der Koordinierungsstelle des ThZM. In der anonymen Umfrage wurden Fragen zu Unternehmensdaten, zur Situation des Arbeitskräftemangels, zu Hemmnissen und Maßnahmen sowie eingesetzten Technologien gestellt. 40 Unternehmen nahmen an der Befragung teil und lieferten wertvolle Erkenntnisse.


Mit Automatisierungslösungen dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Über 80 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Arbeitskräftesituation als dringlich oder sehr dringlich. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Entwicklung ohne Lösung des Problems gar als negativ bis existenzbedrohend ein. Besonders kritisch ist der Mangel an Mitarbeitern mit mittleren und hohen Qualifikationsniveaus, wie z. B. Facharbeiter, Ingenieure oder IT-Spezialisten. Der Fachkräftemangel verstärkt außerdem den Automatisierungsbedarf in Thüringer KMU. In den Bereichen Fertigungsverfahren, Arbeitsvorbereitung und Verwaltung sehen viele Unternehmen großes Potenzial, um Prozesse effizienter zu gestalten und den Personalmangel teilweise auszugleichen. Prozessautomatisierung und -digitalisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie Robotik/Cobotik werden als zentrale Hebel betrachtet, um die Abhängigkeit von qualifiziertem Personal zu verringern und Produktionsabläufe zu optimieren.

Um die Automatisierungslösungen in KMU zu unterstützen, plant das Thüringer Zentrum für Maschinenbau, ein ZIM-Netzwerk (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) aufzubauen. „Ein solches Netzwerk fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, erklärt Dr. Patschger, „außerdem ermöglicht es den Zugang zu spezialisiertem Know-how und neuen Technologien und beschleunigt Entwicklungsprozesse und Markteinführungen.“

Unternehmen, die Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Thüringer Zentrum für Maschinenbau haben, können sich gerne an Dr. Andreas Patschger von der Koordinierungsstelle des ThZM an der TU Ilmenau wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Dr. Patschger präsentiert Umfrageergebnisse

Bild: Dr. Andreas Patschger präsentierte die Umfrageergebnisse beim 8. Thüringer Maschinenbautag am 22.10.2024 in Erfurt | © ThEx Wirtschaft 4.0

ÜBER UNS
Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) ist ein im Jahr 2013 ins Leben gerufenes Projekt von fünf Forschungseinrichtungen in Thüringen: Technische Universität Ilmenau, Hochschule Schmalkalden, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung e. V. (GFE) und Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (ifw). Es ist Innovationspartner für das produzierende Gewerbe in der Anwendung von modernen Produktions- und Maschinenbautechnologien. Das ThZM unterstützt mit seiner Expertise Industrieunternehmen über die gesamte Prozess- und Fertigungskette hinweg und vermittelt kompetente Kooperationspartner für die Lösung ihrer Entwicklungsaufgaben.

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MEDIENKONTAKT:

Thüringer Zentrum für Maschinenbau                Janine Domhardt | Kommunikationsmanagerin
Koordinierungsstelle an der TU Ilmenau                Telefon: +49 3677 69-3836
Gustav-Kirchhoff-Platz 2                Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
98693 Ilmenau                www.maschinenbau-thueringen.de

Mit einem Kick-Off-Treffen aller beteiligten Projektpartner am 4.2.2019 startete das Verbundprojekt „Hybridglas SLA“ des Förderprogramms „Richtlinie des Freistaates Thüringens zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI)“ gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Fond für regionale Entwicklung.
Beteiligte Projektpartner sind das Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V, FCT Systeme GmbH, Qsil GmbH Quarzschmelze Ilmenau, BURMS 3D Druck Jena GmbH & Co. KG, Heraeus Quarzglas Bitterfeld GmbH & Co. KG (assoz. Partner) sowie die Ernst-Abbe-Hochschule Jena als Koordinator.

Im geplanten Vorhaben „Hybridglas-SLA“ soll eine neue und innovative additive Technologie zur Herstellung komplexer optischer Bauteile aus Quarzglas entwickelt und umgesetzt werden. Die Grundlage bildet ein patentiertes Verfahren, welches auf der Stereolithographie (SLA) beruht. Hierbei wird ein UV-aushärtendes Harz mittels Laserstrahlung selektiv belichtet und schichtweise, dreidimensionale Formkörper aufgebaut. Das Hybrid-SLA-Verfahren besteht aus einem zweistufigen Schichtprozess, bei dem modifizierte Glaspasten in dünnen Schichten aufgebracht und anschließend mit einem Druckkopf eine zweite Komponente hinzugefügt werden kann. Die Glaspasten bestehen aus einem fein-dispersen Feststoff (SiO2) sowie einem photosensitiven Binder und werden speziell für diesen Prozess entwickelt. Die simultane Verarbeitung unterschiedlich dotierter Pasten soll den Aufbau dreidimensional strukturierter Bauteile mit variabler Geometrie und Zusammensetzung ermöglichen.
Die erzeugten Bauteile werden thermisch entbindert und die resultierenden, porösen Grünkörper zunächst thermisch-chemisch gereinigt und getrocknet. Die Verglasung erfolgt unter Aktivgasatmosphäre in einem speziellen Gasdruck-Sinterofen, der im Rahmen des Vorhabens entwickelt wird. Das Anlegen eines hohen Gasdruckes ermöglicht dabei eine Verglasung bei reduzierter Temperatur und auf diese Weise eine formerhaltende Prozessführung. Nach einem Oberflächenfinish werden die so entstandenen Preformen zu strukturierten optischen Fasern verzogen, was ein absolutes Novum darstellt. Darüber hinaus sollen auch optische Komponenten exemplarisch gefertigt werden.
Das Projektkonsortium hat sich zusammengefunden und die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit innerhalb der nächsten zwei Jahre geschaffen.

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Der Tag der Forschung am 5.6.2019 an der EAH Jena stand diesmal unter dem Motto „Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit“. Neben diversen Fachvorträgen von forschenden Professoren der EAH und der Vergabe des Forschungspreises, wurde auch den Studierenden wie jedes Jahr die Möglichkeit gegeben Ergebnisse ihrer Abschluss- und Projektarbeiten im Rahmen eines Posterwettbewerbs vorzustellen. Die Studenten aus der Arbeitsgruppe Bliedtner haben daran sehr erfolgreich teilgenommen. So wurde Herr Lukas Eckhardt mit dem Thema "Auswahl geeigneter Kunststoffe zum Laserstrahlpolieren von Fused Deposition Modeling-Bauteilen" mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Herr Klemens Reichelt konnte mit dem Poster "Laseroberflächenstrukturierung von technischen Keramiken mittels pikosekunden Laserpulse" den 2. Platz erringen.

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Am 16.03.2020 hat Herr Christian Schindler sein Promotionsvorhaben mit dem Titel „Formabtrag an mineralischen Gläsern mit ultrakurz gepulster Laserstrahlung“ erfolgreich verteidigt und abgeschlossen. Wir gratulieren hierzu herzlichst und bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit sowie Unterstützung im Projekt OpTec4.0!

Betreut wurde das Promotionsvorhaben durch die EAH Jena von Prof. Dr. Jens Bliedtner und seitens der TU Ilmenau von Prof. Dr. Jean Pierre Bergmann.

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Auf Basis eines Open-Source-3D-Modells stellen der Jenaer 3D-Druck-Dienstleister 3Faktur GmbH und die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens Bliedtner an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena einen Gesichtsschild her, der geeignet ist, das Risiko von Tröpfcheninfektionen zu mindern, einem der Hauptübertragungswege von Covid-19. Die Maske besteht aus einer Halterung, die im 3D-Druck mit dem Multi Jet Fusion-Verfahren von der 3Faktur hergestellt wurde. Daran befestigt ist ein Visier aus handelsüblicher PET-Folie, zugeschnitten mit Hilfe eines Lasersystems an der EAH Jena.

Geeignet ist die Vorrichtung für medizinisches Personal und Menschen, die bei ihrer täglichen Arbeit intensiven Publikumsverkehr haben und damit besonders gefährdet sind, zum Beispiel VerkäuferInnen, ZustellerInnen oder Personal im Nahverkehr. Das Visier ist wechselbar und kann mit heißem Wasser gereinigt und üblichen Sprühlösungen desinfiziert werden.

In der aktuellen Notsituation drucken und konfektionieren die Hochschule in Hong Kong und lokale Unternehmen täglich bis zu 30.000 ähnlicher Visiere für Krankenhäuser ihrer Stadt.

Die 3Faktur GmbH aus Jena als klassischer 3D-Druck-Dienstleister ist wie die Ernst-Abbe-Hochschule Mitglied im Thüringer Zentrum für Additive Technologien (THAT). Im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten das Unternehmen und die Arbeitsgruppe Bliedtner der EAH Jena bereits erfolgreich zusammen. Darüber hinaus ist die EAH Jena als Träger der Modellfabrik 3D-Druck Ansprechpartner für Unternehmen der Region bei Fragen rund um die Nutzung der additiven Technologien sowie auch den Einsatz von Laseranwendungen.

In Abstimmung des Unternehmens und der Hochschule erfolgt der Verkauf des Gesichtsschildes zum Selbstkostenpreis und ausschließlich an Unternehmen sowie medizinische und infrastrukturkritische Einrichtungen. Interessenten melden sich bitte bei Markus May von der 3Faktur GmbH (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Telefon 3641 / 2259 - 000) oder Constance Möhwald von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Telefon 03641 / 205 - 128).

Im Rahmen des Projektes „Virtuelle Produkt- und Prozessentwicklung“ (VIPO) wurde an der EAH Jena ein großvolumiges Schmelzschichtsystem mit Granulatextruder entwickelt und in Kooperation mit der Jenaer Antriebstechnik aufgebaut und in Betrieb genommen. Das hochgenaue 3 Achs Positioniersystem erlaubt die Fertigung von Bauteilen mit Abmessungen bis zu 550 x 550 x 550 mm³.

Zum Thema erschien der Beitrag "Ernst-Abbe-Hochschule Jena entwickelt Großformat-FDM-3D-Drucker mit 3-Achs-Positioniersystem".

JAT EAH Video